Der Abend ist noch jung und die anbrechende Nacht voller Verheißung, irgendwo da draußen in einer loungigen Bar auf einem bequemen Sofa. Aber da ist dieser Beat, der wach macht und den Körper in Resonanz ruft. Eine prägnante und angenehme Frauenstimme singt zu souligen Beats, auf einmal setzen Bläser ein. Stillsitzen fällt schwer. Der musikalische Begleiter für die Nacht ist gefunden, er heißt Spherical.
Die Hamburger Band um Produzent und Mastermind Oliver Fischer trifft mit einem eleganten Mix aus Funk, Soul, Jazz-Rhythmen zielsicher den Nerv ihrer Zuhörer. Pointierte Bläsersätze, funkiges Keyboard, vor allem aber mit den so eingängigen, geschmeidig groovenden Melodien ziehen sie in den Bann.
Ideenreich bewegen sich die jungen Musiker zwischen Funky Electronics, Soul und Pop. Claudia Valtierra und der Musiker und Produzent Oliver Fischer erkunden die Schnittmenge aus doppelbödigen Songs, schöner Stimme und deepen Beats, unterstützt von Cornelius Ulrich an den Drums, Hanns Clasen am Bass und Hans-Christian Stephan an der Trompete.
Inspiriert von alten Funk- und Soul-Klassikern, wie auch Massive Attack und Incognito, finden sich in Sphericals feingeschliffenen Songs modernere Einflüsse wie die Chemical Brothers, Moloko, Lamb und Björk . Entstanden ist das neue Album in Zusammenarbeit mit Produzent Christian Mevs (Die Sterne, Tocotronic, Blumfeld etc.).
Mit ihrem dritten Studioalbum Album „My Way“ ist ihnen ein treibendes, sorgloses und frisches Werk gelungen, bei dem der Funke mehr als überspringt. Wie schon auf dem Eingangsstück „My Way“ geschehen, das den Hörer an die Hand nimmt und in die Spherical-Klangwelt führt wenn Sängerin Valtierra „Things are going my way“ singt.
Weiter geht es mit „Open Your Eyes“ und einem fetten Bläsereinsatz. Hier schlägt der Puls höher und der Funk aus dem Bass. Musikalische Vielfältigkeit ist Sphericals Markenzeichen: In den schnellen Stücken BigBeat-Anklänge, in den langsamen gibt es schon Mal Trip-Hop Reminiszenzen wie in „Without Regrets“. Es bleibt aber auch genug Raum für kleine Experimente, zu hören bei „Now I Know“, einer warmen Ballade die an beste Brand New Heavies Zeiten erinnert. Und über allem liegt die samtige Stimme von Claudia Valtierra. Viel Wärme, Sympathie und eine inspirierte Atmosphäre sind der Verbindungspunkt in dem Spagat zwischen Band und elektronischem Projekt, zwischen computergestützten Soundvorlagen und spontaner Improvisationslust.
Spherical haben mit ihrem Album „My Way“ einen dichten Soundteppich gewoben, der die tanzbaren Rhythmen von Disco, Gospel, Motown-Sound und Funk mit Electro-Sounds vermengt. Kein alter Hut, denn hier klingt alles frisch und unverbraucht. „There is a light shining bright“ singt Claudia auf dem heimlichen Herzstück des Albums, „I still believe“. Hier kulmunieren der kraftvolle Gesang von Valtierra , Percussion und Bläser zu einem Funk-Versatzstück der Extra-Klasse. Selber schuld wer hier nicht tanzen mag.
Seinen Weg in die Ohren, Herzen und Beine wird diese Platte dennoch garantiert finden. Sei es, weil man den Musikern ihre Spielfreude bei jedem Song anmerkt, oder weil der Geheimtipp Spherical es schafft einen mit frischen Beats und funkiger Lässigkeit abzuholen und in den Abend zu entführen. Denn wie gesagt: Die Nacht ist jung. weniger
Wunderschöne Musik, gefällt mir sehr gut! Viel Erfolg! :-D
Lieber Gruss
Linda K.